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Hintergrundbild: Großhumpendorf, Bild: Bernd Rausch
Billdtitel: Großhumpendorf, die Gemeinde an der oberen Saar, Bild: Bernd Rausch

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Eine paradisische Landschaft mit sanften Hügeln und einer größeren Erhebung, dem Großhumpen Berg, an dessen Südhängen die beliebte Saar-Riesling-Traube wächst. Auf dem Humpenberg entspringt die Humpen-Quelle, welche die Dorfbewohner mit quellfrischem Mineralwasser versorgt. Bernd Rausch hat über ein Vierteljahrhundert hin die Gemeinde besucht und die Naturschönheit Großhumpendof in seinen Gemälden offenbart.

Impressionen: Ein Spätsommer Wochenende in Großhumpendorf

Natur-Betrachtung für Natur- und Kunstbegeisterte

In Großhumpendorf, einer Gemeinde an der oberen Saar gelegen, befindet sich das Museum Rausch. Mehr als 1000 Werke des Künstlers Bernd Rausch werden sukzessiv im großen Museumsbau in Großhumpendorf zu sehen sein. Die umfassenden Arbeitsgebiete werden in Themenbereiche gefasst und in eigens dafür konzipierten Räumen ausgestellt. Das Museum wurde von dem Künstler selbst entworfen.

Billdtitel: Luftbild: Gemeinde Großhumpendorf, Bild: Bernd Rausch
Auch deshalb wurde der Museumsbau in Großhumpendorf unabdingbare Notwendigkeit
Saarbrücken: Billiger Betonklotz statt interessanter Museumsarchitektur - Kosten laufen aus dem Ruder.
Knaup und Korruption? Wird der Klotz wieder abgerissen?
(aus Saarkurier 11.9.2011)

Der Saarbrücker Künstler Bernd Rausch geht ins Kloster Museumsneubau auf alten Klostermauern – Die Geschichte der sündigen Sextinerinnen im oberen Saartal
- Von Claude Michael Jung

Dem Saarbrücker Künstler Bernd Rausch geht der Saustall um den Bau des
vierten Pavillons der Galerie der modernen Kunst in der Landeshauptstadt
des Saarlandes gehörig auf den Senkel. Rausch befürchtete, sich schwarz
zu ärgern, und wollte bereits auf die Calvados- Inseln auswandern. Jetzt
hat Rausch allerdings seine Pläne geändert, teilte sein Sprecher
Jean-Jaques Hennessy einem verzückten Publikum mit. Auf einem
internationalen Zukunftskongress im Blauen Salon des Saarbrücker Hotels
Grand Marnier lernte Rausch den Großhumpendorfer Bürgermeister Edgar
Lump kennen. Lump machte Rausch ein unwiderstehliches Angebot, für das
der Saarbrücker Künstler auch sofort Feuer und Flamme war. Wie Rathaus
und Sakristei der uralten Tempelrittergemeinde an der oberen Saar
übereinstimmend melden, will Bernd Rausch demächst hinter den
wiedererrichteten Mauern des ehemaligen Klosters der frommen
Sextinerinnen zwischen den beiden Gipfeln der Großhumpendorfer
Kuckuckshöhe leben und arbeiten. Erste sensationelle Pläne zum
Wiederaufbau und zur Gestaltung des während der Großhumpendorfer
Revolutionsfeiern von 1792 bis auf die Grundmauern niedergebrannten
Klosters sind bereits am Stammtisch von Ännchens Kneipe am Dorfbrunnen
dem Erdkreis vorgestellt worden.

Die Geschichte des Klosters:

Als Kloster der Scharfen Jungfrauen vom Heiligen Herzen wurde die Anlage
im 12. Jahrhundert mit Beginn der ersten Höhepunkte des Ordens der
Tempelritter auf der Humpenburg hoch über dem oberen Saartal gegründet.
Die Klosteranlage unterstand dem Bistum Metz und diente der ökologischen
Entsorgung überzähligen Nachwuchses weiblicher Bauart aus dem regionalen
Adel und Klerus. Lange konnten sich die scharfen Jungfrauen jedoch nicht
an der frischen Luft der oberen Saar halten. Probleme mit dem abgelegten
Keuschheitsgelübde gab es immer dann, wenn auf der nahegelegenen
Humpenburg in direkter Sichtweite des Klosters die weltbekannten Orgien
der Templer gefeiert wurden. Schwer machte die Fleischeslust den frommen
Nonnen zu schaffen, und die Wollust bemächtigte sich ihrer Körper. Der
Legende nach soll Schwester Mosella als erste ihre Kutte abgeworfen und
an den sagenhaften Orgien der Tempelritter massiv teilgenommen haben.
Kurze Zeit später folgten die übrigen Bräute Christi dem Lockruf von der
Humpemburg, darunter auch die frivolen Töchter der Bischöfe von Trier,
Mainz und Köln. In großer Zahl wurden kleine Templer geboren, und
zwischen dem Kap Finisterre und Jerusalem machte das Kloster der
Scharfen Jungfrauen vom Heißen Herzen Schlagzeilen. Das Ende der
Sextinerinnen schlug, als Bischof Gundohar von Metz vom sündigen Treiben
seiner Schutzbefohlenen erfuhr. Bischof Gundohar traf der Schlag, und
fuhr auf der Stelle unter starkem Schwefelgeruch in den Himmel auf. Sein
Nachfolger Theudebert ließ den Hort der Todsünde schließen und die
wüsten Töchter der Fleischeslust zwangsverheiraten. Damit war auch das
Zeitalter der Jungfrauengeburten an der Saar beendet.

Das Kloster der lustvollen Sextinerinnen begann zu verfallen. Tempelriter Schlendrian der Selige ließ die Anlage zur Herberge für Pilger auf dem Weg zum Grab des Apostels Jakobus noch einmal herrichten, jedoch ohne großen wirtschaftlichen Erfolg. Später richtete sich ein Einsiedler in luftiger Höhe ein, ihm folgte ein Bernhardinermönch. Eine weitere Blütezeit erlebte die Anlage auf der Kuckuckshöhe unter Papst Judokus V.. Danach übernahm die Inquisition Besitz von der ehemaligen Klosteranlage der Sextinerinnen. Pfälzer Folterknechte und Dominikanermönche zogen zum Entsetzen der Humpenbürger ein und begannen, sich häuslich einzurichten. Unter ihrem Anführer Engelbert Lump stürmten die erbosten Humpenbürger mit Musketen, Sensen und Dreschflegeln bewaffnet die Kuckuckshöhe und nahmen das gesamte Gelichter der Inquisition gefangen. In Ännchens Kneipe am Dorbrunnen tagte anschließend drei Tage und Nächte lang das Humpenburger Gericht. Folterknechte und Dominikanermönche wurden in Säcke gesteckt, verdroschen und danach zum Baden in die Saargeworfen.

Im Jahr 1792 bekam die Klosteranlage endgültig den Rest. Zusammen mit
französischen Revolutionären zündeten die Humpenbürger ein gewaltiges
Freudenfeuer auf der Kuckuckshöhe an. Noch in den Vogesen war der
Feuerschein zu sehen. Danach herrschte nur noch Stille auf dem heiligen
Berg an der oberen Saar. Seit mehr als zwei Jahrhunderten wuchert nun
die größte Brombeerhecke nördlich der Alpen um das ehemalige Kloster der
sündigen Sextinerinnen herum und liefert den Rohstoff für den herrlichen
Brombeerlikör, der von Großhumpendorf aus in den Rest der schnöden und
gottlosen Welt exportiert wird.

In naher Zukunft wird nun der Saarbrücker Künstler Bernd Rausch die
Großhumpendorfer Kuckuckshöhe bewohnen und bewirtschaften. Mit Hilfe
einer Heckenschere hat sich Dechant Friedensreich Selighauer bereits
durch das dichte Gestrüpp der gewaltigen Brombeerhecke gekämpft und mit
Weihwasserkessel und lauten Gebeten die Dämonen, die hier immer noch
vermutet werden, vertrieben.

Bernd Rauschs Umzug an die obere Saar war auch bereits Thema einer
lebhaften Gemeinderatssitzung am Stammtisch von Ännchens Kneipe am
Dorfbrunnen. Nicht nur die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde soll Rausch
zuteil werden. Wie Studienrat Ernst Nonsens in seiner Dorfchronik
bereits festgehalten hat, wird die Gemeinde den Künstler auch in den
erlesenen Stammtischkreis aufnehmen und mit zahllosen weiteren Ehrungen
überschütten. Aus dem kommunalen Brauhaus sickerte derweil durch, daß
ein besonders feingehopftes Künstlerbier zu erwarten ist.

Ob Bernd Rausch in Zukunft auch die Glocken der Pfarrkirche Sankt Donner und Doria läuten und Hermann Atzel, dem einzigen Sozi und Dorftrottel der Gemeinde, in den Hintern treten wird, ist noch nicht bekannt.
Einzelheiten zu Rauschs rauschendem Empfang in der letzten freien
Gemeinde des Saarlandes sollen in der kommenden Woche bekanntgegeben
werden.