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Das
Bildprojekt „Deutsches Menschheitsverbrechen“
Das Bildprojekt besteht aus zweiundzwanzig großformatigen
Bildtafeln, in deren Zentrum das Menschheitsverbrechen, das Morden in
den Konzentrations -und Vernichtungslagern steht. Die millionenfache Auslöschung
der Menschen in Osteuropa durch Deutsche ist ein weiterer Schwerpunkt
der
Bildauseinandersetzung. Die Pogromnacht 1938 ist Ausgangspunkt im ersten
Bild, links oben. Die Befreiung von Auschwitz und der Blick zurück
auf die
Barbarei ist eines der letzten Bilder des Zyklus. Ihm folgen "Die
Toten" und "Die noch Lebenden - Überlebenden".
Das Bildprojekt "Deutsches Menschheitsverbrechen“
enthält zweiundzwanzig
Bildtafeln in einem Gesamtbild zur Vernichtung und Auslöschung.
Die technische Seite des Bildprojektes: 22 der
großformatigen Bildtafeln
sind Quadrate: 80 x 80 cm. Die mittlere Tafel ist 0,5 m breit und 240
cm
hoch. Die Gesamtgröße: Länge 6,36 m, Höhe 2,48 m.
Ohne Qualitätsverlust
für die Betrachter kann das Gesamtbild auf das maximal 4fache vergrößert
werden.
Die Bildtafeln „Deutsches Menschheitsverbrechen“
sind im Kontext einer
langjährigen Bildauseinandersetzung mit der Shoah, der Vernichtung
der
Sinti und Roma, der Vernichtung durch Arbeit und der Auslöschung
entstanden.
Die Ausstellungsbreite umfasst vier Einzelausstellungen Ausstellungen
zum nationalsozialistischen Menschheitsverbrechens.
Bernd Rausch hat an den Projekten in vielen Jahren
ohne jegliche finanzielle Förderung gearbeitet. Wer die Arbeit des
Künstlers unterstützen möchte: Spenden bitte an Verein
zur Förderung u. Verbreitung von Kultur... , Kto. 0090014853, BLZ:
590 501 01, Sparkasse Saarbrücken,
Kennwort: Menschheitsverbrechen. Kontakt über Mail: ausstellung_art@gmx.de
Marc Oslowski
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Dieses Mahnmal wendet sich
gegen die Relativierung der
nationalsozialistischen Barbarei. Die Unerträglichkeit der Umkehrung
und Verharmlosung des deutschen Menschheitsverbrechens hat eine
wesentliche Verortung in der zentralen Gedenkstätte, der
Neuen Wache.
Wider
die Relativierung des deutschen Menschheitsverbrechens durch die
Bundesrepublik Deutschland
Die Trivialisierung der nationalsozialistischen Verbrechen im Zentrum der
deutschen Politik setzt sich auf mannigfache Weise in vielen Bereichen der
Gesellschaft fort. Die Transformation der Deutschen (Tätergesellschaft)
zu Opfern wird aktiv betrieben, sei es durch die Förderung der Vertriebenen-verbände
und ihres revanchistischen Zentrums in Berlin oder durch den Bombenterrorkult,
der in und mit Dresden betrieben wird, oder seien es die
üblen Machenschaften der Stiftung Sächsische Gedenkstätten,
die eine
formale Gleichsetzung von Verbrechen des NS-Regimes mit Taten nach
1945 propagiert.
Die Neue Wache ist alles, nur keine Gedenkstätte für die Opfer
der
nationalsozialistischen Auslöschung. Der Schinkelsche Prachtbau der
königlichen Wache wurde im Kaiserreich als Denkmal für imperialistische
Kriege genutzt, in der Weimarer Republik war er mili taristisches Ehrenmal
für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges, in der NS-Zeit wurde die
Neue Wache als Reichsehrenmal für politisch- militärische Inszenierungen
und Aufmärsche herangezogen. Ihre spätere Funktionalisierung
durch die DDR-Staatsorgane und die Kohlsche Geschichtsklitterung machen
die Neue Wache zum Synonym für die Unfähigkeit des deutschen
Staates und der deutschen Gesellschaft, sich mit dem deutschen Menschheitsverbrechen
relevant und nicht relativierend auseinander zu setzen. 1969 hat die DDR
Staatsregierung
die sterblichen Überreste eines unbekannten Soldaten und eines unbekannten
KZ-Häftlings in der Wache beigesetzt. Am Eingang der Neuen Wache steht
geschrieben: „Sie sind umgeben von Erde aus Schlachtfeldern des Zweiten
Weltkriegs und aus Konzentrationslagern”. Wer hat das Opfer des
Nationalsozialismus gefragt, ob es mit einem Täter begraben sein
will?
Die Verharmlosung der Vernichtung von Millionen Menschen in Europa durch
Deutsche findet am 14. November 1993 ihre Verfestigung und erreicht eine
neue Qualität durch die Zurichtung der Neuen Wache als „Zentrale
Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland“ für „die
Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft“. Eine überdimensionierte
Replik der Kollwitz-Skulptur „Mutter mit totem Sohn" (Pietà)
wurde aufgestellt. Die Darstellung Marias mit dem
Leichnam des vom Kreuz abgenommenen Jesus und die Inschrift „Den
Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft" zeigt die vollkommene Unfähigkeit
des Staates der deutschen Vernichtungsherrschaft, der Auslöschung
und dem Holocaust ein würdiges Mahnmal zu errichten. Im Gegenteil,
nachdem die Deutschen, in ihrer Mehrheit Christen, 52 Millionen Menschen
töteten, darunter fast alle europäischen Juden, 500 000 Roma
und Sinti, setzen sie sich eine
Gedenktafel ohne jeden Bezug zu den Konzentrations- und Vernichtungslagern.
Um die Neue Wache dann vollends als Mahn- und Gedenkort zu diskreditieren,
relativieren sie die nationalsozialistischen Verbrechen bis zur Unkenntlichkeit,
in dem sie auf die Eingangstafel der Neuen Wache schreiben: „Wir
gedenken aller Frauen und Männer, die verfolgt und ermordet wurden,
weil sie sich totalitärer Diktatur nach 1945 widersetzt haben“.
Diese Verharmlosung und Banalisierung des Nationalsozialismus findet in vielen
Bereichen von Staat und Gesellschaft ihre Entsprechung, so auch in der Kunst
-und Kunstpolitik. Ein Beispiel: "Kunst in Deutschland seit 1945",
eine Sonderausgabe des Verlags Dumont. Über 600 Kunstwerke sind in diesem
Buch abgebildet, eine Art Standard Nachschlagewerk, 540 Seiten. Kapitel 1
hat die
Überschrift: „Die Katastrophe“. Gemeint ist allerdings nicht
die Shoah. Eröffnet wird das Kapitel nach der Headline mit einem ganzseitigen
Foto, dann folgt eine Seite Text und wieder eine ganze Seite Bild. Beide Bilder
thematisieren die Zerstörung und das Leid der Deutschen im zerstörten
Dresden. Diese Geschichtsklitterung in staatlichen und gesellschaftlichen
Bereichen trägt m. E.
viel zur Verharmlosung des Nationalsozialismus bei.
Bernd Rausch
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