Pilger aus Santiago de Compostela vor den Toren des Museum Rausch
Bilder von Pilgern, Zeichnungen des großen Wanderers Vasco da Gama nachemfunden - Von Bernd Rausch
Bürger der oberen Saar sind nicht die lieben Landsleute des Papstes

Papst Benedikt XVI. spricht „Wort zum Sonntag“ - Krawalle in Großhumpendorf

Von Claude Michael Jung

Papst Benedikt XVI. hat am vergangenen Samstag in der ARD das „Wort zum Sonntag“ gesprochen. Das päpstliche Bla Bla wurde auch live in Ännchens Kneipe am Dorfbrunnen übertragen. Dabei kam es bereits bei den ersten Worten Ratzingers zu Krawallen. Als „Meine lieben Landsleute“ hatte der unbelehrbare die autonomen Bürger der Gemeinde Großhumpendorf bezeichnet. Dies löste bei der samstäglichen Vollversammlung des Gemeinderates helle Empörung aus, in deren Folge es zu Krawallen mit erheblichen Sachbeschädigungen kam. Bürgermeister Edgar Lump schmetterte als erster seinen Bierkrug in den großen Flachbild-Fernseher hinter der langen Theke. Es folgte der große Weinpokal von Dechant Friedensreich Selighauer, der volle Aschenbecher von Studienrat Ernst Nonsens, sowie die enge Bluse und der Büstenhalter von Beatrice Décolleté. Selbst Gustel Heiland, der Dorfapotheker und Anführer der Großhumpendorfer Friedensbewegung packte einen Barhocker und schleuderte ihn wutentbrannt gegen den Fernseher, worauf der Papst zunächst schwarz wurde und danach verstummte. Oberst a.D. Wilfried von Bockschuss alamierte die Dorfgarde und Brandtmeister Rohrbruch ließ die Sirene auf dem Spritzenhaus fast eine Stunde lang heulen.

Die unverschämte Beleidigung per Videobotschaft aus Rom könnte unansehbare Folgen für die Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und den legitimen Nachfolgern des Templerordens an der oberen Saar haben. Die Dorfjugend skandierte auf der Kegelbahn : "Wir sind keine Bayern"
und beschimpte den Papst als senilen und dementen Trottel, den der Teufel holen soll. Selbst in Fräulein Zickig, der streng zölibatär lebenden Grundschullehrerin regten sich Gedanken des Aufruhrs gegen den alten Knaben aus dem tiefen Bayern. Auf ihrem Bettvorleger betete sie um
Gewitter, Hagel und Wolkenbrüche während der anstehenden religiöser Tourismusshow des gesalbten Dämons.

Nur dem beherzten Einsatz von Trollo, dem etwas zu groß geratenen Mischlingshund von Dechant Selighauer ist es zu verdanken, dass die Großhumpendorfer Wutbürger nicht auch noch die Pfarrkirche Sankt Donner und Doria stürmten und die Kirchenfahnnen auf dem Rätschplatz verbrannten. Wer allerdings den frisch vergoldeten Wetterhahn auf dem
Ostturm des mächtigen Sakralbaus mit einer großkalibligen Schrotflinte durchsiebt hat, ist noch unbekannt. Bürgermeister Lump lehte bereits die Einberufung eines Untersuchungsausschusses zur Klärung des Vorfalls ab.


Einstimmig hat der Gemeinderat von Papst Benedikt XVI. eine offizielle Entschuldigung für seine verbale Entgleisung gefordert. In Rom sagte der päpstliche Reiseleiter, Kardinal Michelangelo Despoti, der Papst bereue seine Todsünde zutiefst und werde sich im Verlauf seiner Rede vor dem
Deutschen Bundestag für den Ausrutscher entschuldigen. Auch werde der Vatikan für die gesamten Schäden des Großhumpendorfer Aufruhrs nach seinem "Wort zum Sonntag" aufkommen.

Pilger fasziniert von den verbotenen Früchten im Garten des Museum Rausch
Bilder von Pilgern, Skizzen von Vasko da Gama nachempfunden
Auch Pilger brauchen Liebe, Bilder den Skizzen Vasko da Gamas nachempfunden
Pilger auf der Flucht. Bauern jagen den Eierdieb, Skizzen von Vasko da Gama nachempfunden von Bernd Rausch
Im Pilgergarten in Großhumpendorf, Bild: Bernd Rausch
Pilgergausstellung - Pilger und ihre Reliquien
Pilger im Baderaum in Großhumpendorf
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